Seit einiger Zeit vergeht bei mir kaum ein Urlaub oder eine Reise, vor der ich keine Packliste schreibe. Das hat einen total einfachen Grund: ohne Packliste vergesse ich wirklich auf die banalsten Dinge. Meine Familie kann ein Lied davon singen, denn ich habe bei einem unserer Wochenendausflüge nach Oberösterreich einfach mal meine Unterwäsche zuhause vergessen. Zum Glück konnte mir die Freundin meines Bruders damals aushelfen, haha. Ihr könnt euch wohl vorstellen, dass mich dieses Erlebnis seither immer verfolgt, wenn es ums Koffer packen geht, ich kann euch gar nicht sagen, wie viele Kommentare ich mir dazu schon anhören musste. Aber zu Recht, haha, wie kann einem so etwas auch passieren. Um in Zukunft solche Zwischenfälle zu vermeiden, schreibe ich also leidenschaftlich gerne Packlisten.

 

Packliste: der Vorteil?

Eine Packliste ist eine sinnvolle Hilfestellung, um einen Urlaub optimal zu planen und vor allem um nichts Wichtiges (zum Beispiel Unterhosen) zuhause zu vergessen. Für unseren Trip nach Südtirol habe ich selbstverständlich auch eine kleine Liste angefertigt, die ich sowohl selbst benutzt habe, als auch an meine Freundinnen weitergeschickt habe. In diesem Beitrag zeige ich euch einerseits den Inhalt meines kleinen Koffers und andererseits auch den meines Wanderrucksacks.

Packlisten Wanderurlaub

Ich packe meinen Koffer…

In meinem Koffer habe ich die nötigsten Dinge mitgenommen, die man auf jeder Reise dabei haben sollte. Kleidung (nicht zu viel), Schuhe, Kulturbeutel gefüllt mit den wichtigsten Utensilien, Ladekabel fürs Handy und so weiter:  hier findet ihr meine Packliste für den Koffer als PDF-Download. Wir haben keine Touren bewältigt, die mehrere Tage dauern, sondern „kleinere“ Wanderungen. Dementsprechend hat auch der Inhalt meines Koffers ausgesehen. Das passende Gewand fürs Wandern, in meinem Fall war das Funktionskleidung und die passende Jacke, aber auch legere Kleidung fürs Abendessen im Restaurant. Selbstverständlich darf auch das richtige Schuhwerk nicht fehlen.

Apropos Schuhe!

Solltet ihr in nächster Zeit Schuhe kaufen, packt diese nicht von blindem Vertrauen beseelt in euren Koffer, sondern kontrolliert vorher, ob ihr eh einen linken und einen rechten bekommen habt! Dieser Zwischenfall hat mir meine Laune im Urlaub für kurze Zeit gehörig versaut, so etwas ist mir echt noch nie passiert. Ich kann euch an dieser Stelle sagen: man kann Wanderungen, zum Beispiel um die Drei Zinnen, auch mit Nike Turnschuhen gehen. Klug ist das aber nicht, vor allem nicht, wenn man über Schneefelder gehen muss. Und ja klar ist es auch irgendwie dumm, neue Schuhe einfach so mitzunehmen, ohne diese vorher noch einzugehen. Ich habe aber nie das Problem, Blasen von neuen Schuhen zu bekommen, also habe ich die Schuhe gleich in den Koffer gepackt. Im Geschäft habe ich die Schuhe natürlich probiert und ich hatte bestimmt nicht zwei rechte Schuhe an. Und glaubt mir, man achtet nach dem Kauf nicht mehr darauf, ob man einen falschen dabei hat, da man damit einfach nicht rechnet. In Zukunft werde ich immer kontrollieren, ob ich die richtigen Schuhe bekommen habe. Neben der Unterhosen-Story hat meine Familie somit einen neuen Grund, sich über mich lustig zu machen, hehe. Jetzt im Nachhinein find ich es aber auch witzig.

 

Packliste

 


Das Wandern ist des Müllers Lust

Der Rucksack muss, na no na net, so gepackt werden, dass er zum jeweiligen Vorhaben passt. Ein Wanderer, der plant, auf den Mount Blanc zu kraxeln, wird nicht die gleiche Ausrüstung mithaben, wie ein Wanderer, der den Pragser Wildsee umrundet. Klingt logisch oder? Bei Halbtages-, Tageswanderungen, Hüttentouren oder Gipfeltouren wird die Zusammenstellung der Packliste also total unterschiedlich aussehen. Auch Wettervorhersagen sollten in solchen Listen unbedingt miteinbezogen werden. Bei mir findet ihr eine Packlisten Basic-Variante für gemütliche bis mittelanstrengende Wanderungen.  Diese könnt ihr euch hier als PDF downloaden.

 

Rucksack richtig packen

Mit meinem Rucksack von Vaude bin ich sehr zufrieden, es handelt sich dabei um einen 18+4 l Rucksack, der mir für meine Art von Wanderungen völlig genügt.  Der Rucksack ist mit einem Netzrücken und einer Regenhülle ausgestattet und bietet mit genug Platz für meine sieben Sachen. Bei größeren Rucksäcken ab 30 Litern spielt es eine wichtige Rolle, wohin man gewisse Gepäckstücke gibt. Man sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um das Gepäck im Rucksack optimal zu verteilen. Bei einem kurzen Ausflug mit einem kleineren Rucksack ist die Reihenfolge beim Einpacken nicht so wichtig. Dennoch gibt es einige Tipps:

Nicht zu viel mitnehmen

Empfohlen wird üblicherweise ein Tragegewicht von 25 % des eigenen Körpergewichts. Dies kann für ungeübte aber oft schon viel zu viel sein. Bei einer langen Wanderung wiegt jedes Gramm schwer. Hier eignen sich Packlisten besonders, die sich auf das nötigste beschränken. Gerade bei Kleidung nimmt man oft zu viel mit. Auch das Eigengewicht des Rucksacks ist zu bedenken.

So wird’s gemacht:
  • leichte, voluminöse Sachen (z. Bsp. Schlafsack und Daunenjacke)
    kommen ganz unten in den Rucksack zum Ausfüllen.
  • leichtes Gepäck (z. Bsp. Wanderkarten, Stirnband, Geld, Sonnenbrille, Müsliriegel)
    kommt ganz nach oben. So ist alles schnell griffbereit.
  • schweres Gepäck (z. Bsp. Wasserflaschen) sollte man nah an den Rücken packen.
    Das bewirkt, dass die Last nah am Körperschwerpunkt sitzt, so wird verhindert,
    dass man sich übermäßig nach vorne beugt, bzw. ein Hohlkreuz nach hinten macht.

Idealerweise sollte man mit Hilfe des Hüftgurtes eines Rucksacks die Last auf das Becken übertragen, indem man den Gurt fest anzieht und damit die Last auf den Schultern reduziert. Was viele nämlich nicht wissen: die Hauptlast sollte mit dem Becken getragen werden! Wenn man die Last ausschließlich auf den Schultern und dem Brustbein spürt, hat man seinen Rucksack noch nicht richtig eingestellt.

So, das war es auch schon wieder mit meinen kleinen aber feinen Packtipps. Bitte denkt daran: dieser Beitrag soll nur eine kleine Anregung bzw. Hilfe für euch sein, solltet ihr wirklich längere Wanderungen planen, findet ihr online hunderttausend verschiedene Packlisten und wesentlich bessere Tipps. Zum Beispiel hier, hier oder hier.