Wie bereits im ersten Teil meines Südtirol-Travel-Guides angekündigt, dreht sich heute alles um unsere wunder-, wunder-, wunderschöne Unterkunft: das JOAS natur.hotel.b&b in Vierschach bei Innichen. Das JOAS lässt nicht nur jedes Architektenherz höher schlagen, sondern auch das eines jeden Besuchers, da es traditionelles und modernes perfekt kombiniert. Kitsch findet man im Naturhotel nicht, geschmackvoll platzierte Details, die den Wohlfühlfaktor steigern hingegen schon. Der jungen Hoteliersfamilie, bestehend aus Matthias, Tina und der kleinen Linda, gelingt es, ein ausgesprochen angenehmes Ambiente für ihre Gäste zu schaffen. Ihr merkt wahrscheinlich schon… ich bin verliebt in das Hotel! Und dabei habe ich noch nicht mal vom gigantischen Ausblick auf die umliegenden Dolomiten erzählt! Das JOAS liegt direkt neben einem Lift, was im Winter natürlich genial ist.

 

Hinfinden

Das JOAS in liegt in Vierschach bei Innichen im Hochpustertal. Der Bahnhof Vierschach ist nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt, was theoretisch einen Urlaub ganz ohne Auto ermöglicht. Wir sind mit dem Auto angereist, parken konnten wir in der zum Hotel gehörenden Tiefgarage. Erschreckt euch nicht, die Straßen in Vierschach sind sehr schmal, hehe. Begrüßt wurden wir vom Hausherrn mit Prosecco und Cappuccino aufs Haus, den wir auf der sonnigen Terrasse genossen haben. Schon vom Garten aus hatten wir einen tollen Ausblick auf die Berge, wir waren wirklich begeistert!

 

Wohnen im JOAS

Das JOAS bietet Doppelzimmer für zwei bis drei Personen, ein Studio, ebenfalls für zwei bis drei Personen und drei Appartements für zwei bis drei, beziehungsweise für vier bis fünf Personen an. Wir hatten ein Doppel- und ein Dreibettzimmer. Die Doppelzimmer sind nach Süden ausgerichtet und haben einen eigenen großzügigen Balkon mit Blick auf Wiesen, Wälder und die Dolomiten. Man kommt ins Zimmer und fühlt sich sofort wohl, nicht zuletzt durch das Motto „Natur trifft Design“. Die lichtdurchfluteten Doppelzimmer sind mit einem Safe, Flachbildfernseher, kostenlosem WLAN, Telefon, einer Couch, die als drittes Bett benutzt werden kann, und einem Kleiderschrank ausgestattet. Das halboffene Bad verfügt über eine Dusche, einen Föhn, Pflegeprodukte und ein getrenntes WC. Duschen lief bei uns nach dem Motto „Bleib im Bett liegen und schau halt jetzt nicht, ich bin jetzt in der Dusche“, hehe. Die Zimmer sind sauber und perfekt gepflegt.

 

In der Früh

Regional, frisch und gesund – so lautet die Devise im JOAS! Das Hotel bietet ab 07:30 Uhr ein unglaubliches leckeres Frühstücksbuffet. Wie heißt es so schön? Das Auge isst mit. Und im Joas kann es das auch ruhig tun, denn das Buffet wird sehr ansprechend angerichtet. Beim Frühstücksbuffet werden ausschließlich Produkte aus der Region angeboten, teilweise sogar von der eigenen Landwirtschaft. Denn nur wenige Meter entfernt vom JOAS liegt der Stöfflerhof, auf dem Hotelier Matthias mit seinen drei Geschwistern aufgewachsen ist. Zum Hof, der von Matthias Eltern und seinem Bruder bewirtschaftet wird, gehört ein Stall mit 60 Kühen und Hühnern. Am Buffet findet man eine Käse- und Wurstauswahl, frisches Gemüse und Obst, eine große Müsliauswahl, frische Säfte und eine kleine Auswahl an frischgebackenen Mehlspeisen. Vor allem die saftigen Brownies haben es uns richtig angetan! Außerdem bekommt man frisch zubereitete Eierspeisen, Spiegeleier, Kaffee, Kakao und Tee, um den  Start in den Tag perfekt zu machen. Dazu der Blick auf die Berge – was will man mehr?

Tagsüber / im Winter

Im Winter liegt das Hotel direkt an den Schipisten Helm des Gebietes Drei Zinnen Dolomiten. Ich sag es euch: es gibt nichts praktischeres, als mit den Schi quasi direkt von der Piste in den Schistall zu fahren. Noch praktischer ist außerdem ein eigener Schilehrer im Haus, auch diesen findet man im JOAS. Auch zu Skitouren, Schneeschuhwanderungen und zum Langlaufen auf 200 km verbundenen Loipen kann man direkt vom Hotel aus aufbrechen.

Tagsüber / im Frühling, Sommer und Herbst

Im Frühling, Sommer und Herbst werden die Schischuhe einfach gegen Wanderschuhe getauscht. Südtirol ist, na no na net, ein wahres Paradies für Wanderbegeisterte und Gipfelstürmer. Mit der Gondel, die unweit vom Hotel entfernt liegt, kann man auf den Helm rauffahren und dort oben den Helmgipfel („Monte Elmo“) erklimmen. Auch wir waren am Elmo und haben dort, genau an der Grenzlinie zwischen Österreich und Italien, die Aussicht genossen. Außerdem locken viele Bergseen, zum Beispiel der Pragser Wildsee, der Misurina See, der Toblacher See und der Antholzer See.

 

Am Abend

Am Abend kann man im Haus zum Beispiel eine Brettljause oder einen Bauerntoast verspeisen und mit einem Gläschen Wein aus der Hausbar anstoßen, bei Schönwetter natürlich auch auf der wunderschönen Terrasse. Die Preise im JOAS sind sehr fair! Nicht zu vergessen: der Wellnessbereich im Dachgeschoss! Hier kann man in der Sauna oder im finnischen Dampfbad sitzen und anschließend von der Sky Terrasse aus die Sextner Dolominten bewundern. Nur ein paar Gehminuten entfernt liegt das Restaurant Helmhotel, indem wir Abendessen waren. Wir haben Pizza gegessen, die wirklich lecker war! Die Kellner waren ur ur ur freundlich, beim Heimgehen haben wir sogar einen Likör aufs Haus bekommen.

 

Fazit

Das JOAS ist familiär und überschaubar und gerade deswegen so besonders! Das natur.hotel.b&b in Vierschach ist eine Unterkunft, die ich euch von ganzem Herzen empfehlen kann und die ich auch selbst ohne die geringsten Zweifel sofort nochmals buchen würde. Man fühlt sich dort einfach wohl und möchte am liebsten gar nicht mehr abreisen.