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Stille Nacht? Von wegen!

5. Dezember 2017

Es ist Dezember, die Weihnachtsmärkte haben schon längst ihre Türen geöffnet, der ein oder andere Punsch und/oder Glühwein wurde schon genossen, der Gusto auf Maroni und gebrannte Mandeln ist noch längst nicht gestillt, Stille Nacht und sonstige Weihnachtslieder laufen bei Spotify nur so auf und ab. Genau in dieser Zeit befinden wir uns jetzt. Schön eigentlich, wenn da nicht bald ein allseits bekanntes Problem auftreten würde.

Stille Nacht, von wegen…

Markt und Straßen steh‘n verlassen, still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus.

Ja, aber auch nur, wenn man im 19. Jahrhundert unterwegs war. Im Winter, genauer gesagt Anfang Dezember, bricht in der heutigen Zeit unter uns Menschen nämlich jedes Jahr die reinste Panik aus. Stille Nacht? Von wegen! Wir hetzen durch die Geschäfte, ärgern uns über die elendslange Kassenschlange, in der wir gerade warten, um Geschenke zu bezahlen, die die Welt nicht braucht. Dass Weihnachten für uns immer mehr zu einem Fest der Hetze wird, ist längst nichts Neues mehr. Man nimmt sich immer wieder vor, alles rechtzeitig zu erledigen, es gelingt aber irgendwie nicht so richtig. „Im Oktober werde ich alle Geschenke besorgen, im November Kekse backen und einen tollen Adventkalender basteln“ denken wir uns, während wir bei 35 Grad unter der Sonne Spaniens vor uns hin brutzeln. Natürlich wird das eh nichts, da bleibt also nur mehr die letzte Minute. Kleine Info für alle Spätzünder: Weihnachten ist heuer an einem Sonntag, hehe. Ich habe mir einige Tipps für euch überlegt, die euch die Weihnachtszeit ein wenig angenehmer gestalten können.


#1 Das Jahr besteht nicht nur aus dem Dezember

Wenn du beim Einkaufen etwas siehst und dir sofort denkst „DAS ist genau das richtige für Person X“, dann kaufe diese Sache für Person X am besten sofort, statt erst am 23. Dezember. Guter Tipp, oder? Erstens sind die Dinge dann meistens günstiger, und zweitens fällt damit zu Weihnachten der Zeitaufwand für das Geschenkebesorgen weg.

#2 Müssen tust du gar nichts

„So, Besuch bei den Eltern und Großeltern erledigt, jetzt muss ich aber noch die Großtante Heidi und den Großonkel Hans, die Tante Sylvia, den Bruder von einer Freundin meiner Freundin und meine 17 Groß-Groß-Cousinen besuchen!“. Irgendwie wird das Besuchen und Besucht werden zu Weihnachten immer mehr zu einem Pflichtgefühl. Aber eigentlich muss man weder jemanden einladen, noch jedes einzelne Familienmitglied besuchen, mit dem man eigentlich das ganze restliche Jahr sonst nie etwas zu tun hat. Traditionen, die dir keine Freude bereiten und die dir schon vorher wie Steine im Magen liegen, können gebrochen werden. Du bist dann zwar der Grinch der Familie, du wirst dich aber daran gewöhnen.

#3 Die Sache mit den Erwartungen

Wie sagt man so schön: sind die Erwartungen zu hoch, ist die Enttäuschung umso größer. Wenn ich mir ein Weihnachtsfest wie früher erwarte, dann werde ich wahrscheinlich enttäuscht werden. Warum? Ich bin keine sechs Jahre mehr, den Glauben ans Christkind habe ich aufgegeben, mir wird immer mehr bewusst, dass sich an Weihnachten alles nur ums Essen dreht. Das klingt hart, nicht falsch verstehen, ich liebe Weihnachten! Aber ich mach mir halt nichts vor, so schön, wie es für mich als Kind war, so wird’s nie wieder. Planst du zu Weihnachten das perfekte Essen und dann brennt dir beim Vorbereiten der Zwiebel für die Sauce an, dann bist du wahrscheinlich auch genervt. Also am besten alles easy nehmen und nicht zu viel planen und erwarten.

#4 Stille Nacht: wie man’s machen soll

Stattdessen sollte man sich lieber auf einen schönen Abend mit den Liebsten um sich freuen, die gemeinsame Zeit genießen, kalt Essen (da kann man nichts falsch machen) und danach noch ordentlich Kekse in sich hineinstopfen. So werde ich es jedenfalls machen! Ich bin ein kleiner Suderant (manche bösen Zungen würden jetzt behaupten, ich sei ein großer), was mir da aber immer sehr gut hilft ist, daran zu denken, wie glücklich ich mich schätzen kann. Ich bin gesund, habe meine Familie um mich, genug zu Essen – ich habe alles, während es  anderen an all dem fehlt.

Then the Grinch thought of something he hadn’t before!
What if Christmas, he thought, doesn’t come from a store?
What if Christmas…perhaps…means a little bit more?”

 

By the way: dieser Beitrag sollte eigentlich gar nicht so negativ klingen, ich bin wirklich ein großer Weihnachts-Fan!
Denkt man aber zu genau darüber nach, fallen einem die nicht ganz so guten Sachen auch auf, hehe.

Stille Nacht - lifewithnathalie

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