Vergangenen Donnerstag machte ich mich, gemeinsam mit einem Teil meiner Familie, auf den Weg in mein Lieblings-Schigebiet: Wagrain! Kurzer Hand habe ich mich dazu entschlossen, für euch einen kleinen Schi-Guide zu verfassen, … weil Schifoan is des leiwaundste, wos ma sich nur vorstelln kann.

Und wann der Schnee staubt und wann die Sunn‘ scheint, dann hob‘ i ollas Glück in mir vereint. I steh‘ am Gipfel schau‘ obe ins Tal. A jeder is glücklich, a jeder fühlt sich wohl.


Kurze Info zum Skigebiet:

Wagrain ist Teil des Schiverbundes Ski amadé. Die beiden Schi-Berge Grießenkareck und Grafenberg umrahmen Wagrain. Besonderes Highlight: die Berge sind seit 2013 mit dem legendären G-LINK verbunden. Der G-LINK ist eine Seilbahnanlage, die das gesamte Tal überspannt und so das „pendeln“ zwischen den beiden Bergen erleichtert. Das Warten auf den Schibus und das anschließende Gedränge darin fällt – dem G-LINK sei Dank – einfach weg. Super praktisch: Wagrain ist Teil der 3-Täler Schischaukel FlachauWagrainSt. Johann/Alpendorf. Dank dem G-LINK ist das Schischaukeln sogar komplett ohne Schibus möglich. Das bedeutet 120 Pistenkilometer an einem Stück!

Unweit von Wagrain, jedoch nur mit dem Auto erreichbar, liegt Kleinarl. Von dort aus gelangt man in die nächsten TOP-Schigebiete Flachauwinkl und Zauchensee. Ich habe bereits alle Pisten in und rund um Wagrain getestet und ich kann wirklich jedes einzelne Schigebiet weiterempfehlen! Top Secret: Ab der nächsten Schi-Saison 2018 soll Wagrain schon mit Kleinarl verbunden sein. Das bedeutet, dass alle meine Lieblingsgebiete OHNE Auto- oder Schibusfahren erreichbar sind! THANK GOD! Flachau – Wagrain – St. Johann – Kleinarl – Flachauwinkl – Zauchensee. Ich bin schon sehr gespannt, ob diese Mega-Tour nächstes Jahr dann wirklich möglich ist. [edit 2018: leider noch nicht möglich!]

Schiurlaub in Wagrain


Mein Schiurlaub Wagrain 2017:

Übernachtet haben wir in der Pension Zeitlos. Schon viele Jahre buchen wir unsere Zimmer bei der Familie Bischof-Maurer und sind jedes Mal sehr zufrieden, denn die liebe Familie besucht man einfach gerne wieder. Die großzügigen Zimmer sind mit kostenlosem WLAN, einem großen Fernseher und einem komfortablen Badezimmer ausgestattet. Im Frühstücksraum findet man täglich köstliche Schmankerl – die Mehlspeisen waren wirklich einmalig! Eine Pension mit Frühstück ist für uns völlig ausreichend, da wir den Tag hauptsächlich auf der Piste verbringen möchten. In der Früh wird einfach ausreichend gefrühstückt und sollte man dann Hunger bekommen, gibt es ja genug Schihütten, die zum Verweilen einladen. Apropos Schihütten… (tolle Überleitung Nr. 1)

Meine absolute Lieblings-Schihütte, der wir ebenfalls schon seit Jahren treu bleiben, ist die Sonnalm [klick] am Grafenberg. Sobald ich das erste Mal in die Gondel steige und auf den Grafenberg rauffahre, bei geöffnetem Fenster die Musik der Sonnalm höre, da weiß ich es: der Schiurlaub hat offiziell begonnen. Und was darf auf der Sonnalm nicht fehlen? Richtig, das erste Schiwasser!

Schiurlaub in Wagrain Schiurlaub in Wagrain


Nach einem wunderschönen Tag am Grafenberg geht’s dann abwärts. Bei der Talstation der Grafenbergbahn lädt die Kühbergalm [klick] zum Après Ski ein. Doch die Kühbergalm bietet nicht nur Après Ski, sondern auch eine hervorragende Speisekarte. Definitiv auch ein Restaurant, das wir immer wieder gerne besuchen und das ich weiter empfehlen kann. Nicht vergessen, wir besuchen deswegen so viele Restaurants, da wir ja immer nur in Frühstückspensionen übernachten und am Abend dann einfach gerne auswärts essen gehen – in vielen Lokalen kennt man sich nach langjährigen Besuchen schon und man fühlt sich einfach sofort wohl dort. Diese freundschaftliche Atmosphäre wollen wir nicht missen.


Tag 2:

Am nächsten Tag ging es dann vom Grafenberg mit dem G-LINK rüber auf das Grießenkareck und von dort aus ins snow space Flachau. Was ich dort so gern mag? Die breiten, super präparierten Pisten und die abwechslungsreichen Schiabfahrten. Sportliche Schifahrer werden im snow space Flachau ganz schön gefordert, denn hier fahren auch die Weltmeister Schi! Natürlich gibt es aber auch genug rote und blaue Pisten, für diejenigen, die es eher ruhig angehen wollen. Und wenn wir schon in der Flachau sind… (tolle Überleitung Nr. 2)

Unmittelbar an der Talstation des Achter-Jets, direkt an der Flutlicht-Piste, verwöhnt das Restaurant Unterbergalm [klick] mit typischen Schmankerln aus der Region! Während dem Schifahren haben wir die Unterbergalm eigentlich noch nie besucht, aber gemeinsam mit unseren Anti-Schifahrern statten wir der Unterbergalm zum Abendessen immer einen Besuch ab. Mein Favorit und ein Muss in jedem Schiurlaub: die Pongauer Kasnockerl! Ihr seht – auf gesundes Essen wird im Schiurlaub weniger Wert geleg


Tag 3: 

Leider hat das Wetter heute nicht wirklich mitgespielt, es schüttet wie aus Schaffeln. Doch nichtsdestotrotz wollte ich den Tag nicht im Quartier verbringen, also habe ich mich, gemeinsam mit meinem Papa, auf den Weg zum Jägersee in Kleinarl gemacht. Zugegeben, bei Schönwetter ist der Rundgang um den See natürlich eher zu empfehlen, aber wir haben unseren kurzen Ausflug sehr genossen. Waschlnass aber zufrieden beendeten wir unseren Spazier-Ausflug.


Jetzt habe ich euch einige meiner Favoriten in und rund um Wagrain vorgestellt. Das Schifahren macht mir wirklich großen Spaß und obwohl ich schon viele andere Schigebiete (Großarl, Nassfeld, etc.) besuchte und auch schon in wirklich tollen 4-Sterne Hotels übernachtete: nach Wagrain zieht es mich immer wieder!

Eine witzige Story am Ende: Mein Bruder Manuel und ich lernten das Schifahren (oder sagen wir eher das Stehen auf Schi) zwar in meinem Heimatort auf einem Hügel, aber in Wagrain besuchten wir dann den ersten richtigen Schikurs. Dieser sah folgender Maßen aus: wir freuten uns wirklich sehr darauf, endlich richtig Schifahren zu lernen. Warum auch immer fuhren wir aber nicht in der österreichischen Semesterferien-Woche nach Wagrain, sondern in der Woche, in der in Dänemark Ferien waren (was zuvor niemand von uns wusste). Klein Manuel und Nathalie stehen also das erste Mal ohne Mama und Papa auf Schi und kommen in eine Gruppe in der KEIN EINZIGES Kind deutsch sprechen konnte. Doch es kommt noch besser… auch der Schilehrer hat kein Wort deutsch gesprochen und verstanden. Was machen Klein Manuel und Nathalie also?

Beim Mittagessen in Tränen aufgelöst Mama anrufen und sagen, dass man bitte nicht mehr Schifahren will. Die Situation hat sich Gott sei Dank am nächsten Tag aufgeklärt, wir wechselten vom Grafenberg in die Schischule am Grießenkareck. Dort hatten wir dann eine total nette und unsere „absolute Lieblingsschilehrerin“ und waren wieder glücklich und zufrieden. Gemeinsam mit Kindern aus Deutschland verbrachten wir dann unseren ersten Schikurs und waren ganz stolz, weil wir beiden die einzigen waren, die mit unserer Lieblings-Kathi (das war die Schilehrerin) „gscheat“ (also im Dialekt) sprechen konnten. Long Story short: unser erster Schikurs hat uns nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch sehr gefallen! Im zweiten Schikurs sind wir dann schon mit Bigfoot Schi die Lifttrassen runter gefahren, aber dazu ein anderes Mal..