Geschichten, die das Leben schreibt; Version „verregneter Tag“:  ich sitze vor dem Fernseher, schaue eine Netflix-Folge nach der anderen, wäre ich noch ein Kind, hätte mich meine Oma bestimmt schon darauf hingewiesen, dass ich bald „eckige Augen“ bekomme. Ganz plötzlich bekomme ich Gusto auf etwas Süßes. Eigentlich bin ich gerade viel zu faul, mich zu bewegen. Ich schaffe es nach einer gefühlten Ewigkeit dann aber doch und stehe nun vor meiner „Naschlade“. (ich bin mir sicher, jeder hat so eine Lade daheim) Dann fällt mir aber wieder ein, dass ich ganzen Tag nur auf der faulen Haut gelegen bin, ich sollte jetzt also vermutlich keine Packung Chips oder picksüße Kekse in mich hineinstopfen. Direkt neben meiner Naschlade befindet sich mein Chaos-, auch genannt Vorratsschrank. Nach einem kurzen Überblickverschaffen stelle ich fest: eigentlich könnte ich Kekse backen. Ja, ich ziehe es tatsächlich in Erwägung, etwas zu backen. Diesen Gedankengang muss ich in die Tat umsetzen, bevor er sich wieder aus meinem Kopf und ich mich wieder auf die Couch verflüchtige. Also lassen wir die Experimente beginnen.

Experiment geglückt

Was hatte ich zuhause? Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Mandeln, Leinsamen und getrocknete Cranberries. Außerdem habe ich mich noch für Lucumapulver entschieden, das ich immer gerne als Zuckerersatz verwende. Hier findet ihr bereits einige Rezepte, bei denen ich das Pulver verwendet und für sehr gut befunden habe. Zutaten da, schön und gut. Aber wie werden daraus jetzt Kekse? Kurz überlege ich, doch auf die gekauften Kekse in der Naschlade zurückzugreifen, aber wirklich nur kurz. Um das Ganze zu binden, habe ich mich schließlich für Eier entschieden. Ich finde es eigentlich total abwegig, rohe Nüsse mit einem Ei zu vermischen und diese Mischung in den Ofen zu schieben, also fragt mich lieber nicht, wie ich auf die Idee gekommen bin, haha. Hat aber tatsächlich funktioniert! Das Rezept ist absolut gelingsicher und die Kekse schmecken wirklich lecker … und gar nicht so gesund, wie sie aussehen!

 

Für die xunden Kekse braucht ihr:


Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Eier mit dem Ahornsirup und dem Lucumapulver vermischen.  Das schaut, zugegeben, anfangs etwas widerlich aus, macht euch keine Sorgen, nachdem man es lange genug verrührt hat, schaut’s nur mehr halb so widerlich aus. Rührt einfach so lange, bis sich die Klümpchen so gut wie möglich aufgelöst haben. Diese Mischung muss dann aber eh noch mit den trockenen Zutatet vermischt werden, da sieht mans dann gar nicht mehr. Sonnenblumenkerne, Mandeln, Cranberries und Leinsamen in eine Schüssel geben und mit der Eiermasse vermischen. Die Mischung dann mit einem Löffel portionsweise auf dem Backblech verteilen. Backblech in den Ofen und ca. 10 Minuten backen, bis die Kekse eine leichte Bräunung bekommen. Passt dabei auf, Nüsse verbrennen im Ofen oft sehr schnell. Das Backblech nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen und die Kekse abkühlen lassen. That’s it! 

Hint: die Zutaten können selbstverständlich nach Belieben abgewandelt werden, Haselnüsse und Mandeln können gegen andere Sorten getauscht werden, statt Cranberries kann man Gojibeeren verwenden und und und … Die Mengenangaben sind theoretisch auch eher ein netter Versuch meinerseits, hier irgendwelche Zahlen hinzuschreiben, ich mache so etwas normal immer nach Gefühl. Zugegeben, oft enden meine Daumen mal Pi-Experimente in kleinen Katastrophen, diesmal jedoch nicht. Auch ein blindes Huhn…

 

Kekse fertig…

… dann ging es wieder zurück auf die Couch. Mit Proviant natürlich. Kann leicht sein, dass ihr danach mal über euer Sofa saugen müsst, die Kekse bröseln ziemlich. Schadet aber an so Faulenz-Tagen gar nicht, auch etwas sinnvolles zu machen, wie zum Beispiel Staubsaugen. 😉