Zeit für ein neues Rezept mit Lucuma! Ob mir diese Rezepte nicht langsam zu langweilig werden? Um aus Shakespeares Hamlet, Akt II, Szene IV, Vers 48 zu zitieren: Nein.  Da ich von einem meiner letzten Experimente (Beitrag folgt) noch überreife Bananen übrig hatte und ich ein ziemlicher Freak bin, was braune Stellen auf Bananen angeht, habe ich mir ein neues Rezept für euch überlegt: Bananenbrot mit Lucuma. Fragt mich nicht wieso, aber ich bin ein komischer Mensch, der unreife Bananen bevorzugt. Am liebsten esse ich die noch relativ harten Bananen, nicht die reife Frucht, die braune Flecken hat und weich ist. Ich weiß zwar, dass die reifen viel süßer sind, mag aber trotzdem die unreifen lieber. Also versteht mich nicht falsch, ich esse keine grünen Bananen, haha. Aber eben die ganz gelben, komplett ohne braune Stellen. So, jetzt höre ich aber lieber erst mal auf, über meine Bananen-Vorlieben zu philosophieren, und verrate euch mein Bananenbrot Rezept. Psssst: wenn ihr dran bleibt, erfahrt ihr weiter unten außerdem, warum die Banane krumm ist.

 

Bananenbrot mit Lucuma

Bananenbrot_Zutaten

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Die drei reifen Bananen mit einer Gabel zerdrücken und in eine Schüssel geben. Danach das Kokosöl, die Hafermilch, das Lucuma Pulver, Vanille, Salz, Zimt und Mehl dazugegeben und gut verrühren. Das könnt ihr entweder in einer Küchenmaschine oder einfach mit einem Schneebesen bzw. einer Gabel oder einem Löffel machen. Anschließend werden die Walnüsse mit einem großen Messer grob gehackt und untergehoben. Die Masse in eine mit Kokosöl eingefettete Kastenform geben und das Bananenbrot ca. 60 Minuten backen. Dabei immer wieder die Stäbchenprobe machen. Wenn am Zahnstocher keine Teigreste mehr kleben bleiben, dann ist das Brot fertig.

Hint:  Kokosöl ist bei Zimmertemperatur normalerweise flüssig. Je nach Rezept ist festes Kokosfett aber geeigneter als flüssiges. Ersteres erreicht man, indem man das Öl im Kühlschrank lagert, letzteres indem man es über 25 Grad erwärmt. Lucumapulver verwende ich sehr gerne, da es eine intensive Karamellnote hat. Weitere Rezepte mit dem Alleskönner-Pulver findet ihr übrigens hier.

Sollte euch die einfache Variante zu langweilig werden, könnt ihr das Rezept nach Belieben abwandeln. Zum Beispiel könnte man Zartbitterschokolade oder Schokodrops in den Teig rühren oder Chashews statt Walnüssen nehmen – du hast die Wa(h)l Nuss. Ebenfalls lecker sind frische oder getrocknete Früchte, ganz egal ob Heidelbeeren, Cranberries oder Datteln. Noch ein kleiner Tipp: nimmt man statt den Eiern 150 Gramm Apfelmus, ist das Rezept sogar vegan – vorausgesetzt ihr verwendet eine pflanzliche Milch.

 

Bananenbrot

Warum ist die Banane krumm?
Weil keiner in den Urwald zog und sie gerade bog.

Nein, mal ehrlich. Die Antwort ist gar nicht so kompliziert: Bananen wachsen aus den Blüten der Bananenstaude. Jede einzelne Blüte wird zu einer Banane. Der Blütenstand wächst so, wie man sich das vorstellt: nach oben, der Sonne entgegen. Die Bananen, die daraus hervorgehen, wachsen ebenfalls in diese Richtung. Am Anfang sind sie noch gerade. Doch je größer sie werden, umso schwerer werden sie. Nach und nach senkt sich der Fruchtstand unter der Last der vielen Bananen. Irgendwann ist er so schwer, dass er schließlich mit dem Kopf nach unten hängt. Die einzelnen Bananen wachsen jedoch weiter der Sonnte entgegen. Und dadurch entsteht die Krümmung.