Heute möchte ich euch ein witziges Buch, beziehungsweise einen sarkastischen Ratgeber vorstellen, den ich vor kurzem gelesen habe. Dein guter Freund XY fragt dich, ob du dir sein Konzert, Fußballspiel oder sonstiges ansehen kommst. Dich interessiert es überhaupt nicht. Du hast aber auch Angst, dass XY böse sein könnte, also gehst du hin. Dabei verschwendest du – hart gesagt – deine wertvolle Lebenszeit. Du magst XY zwar sehr gerne, aber du kannst Konzerte, Fußballspiele etc. ganz einfach nicht leiden.

Kennen doch sicher einige, oder etwa nicht? Ich bin definitiv ein Mensch, der niemand anderem schaden möchte und sich selbst immer an zweiter Stelle positioniert. Jetzt kommt aber die Frage aller Fragen, die ich mir viel zu selten (=nie) stelle ….TROMMELWIRBEL…. Schade ich XY eigentlich wirklich damit, wenn ich nicht auf sein Konzert oder sein Fußballspiel gehe? Und die Antwort auf diese Frage wird in 99 Prozent aller Fälle folgende sein: NEIN, ich schade XY nicht durch meine Nichtanwesenheit. Ich habe vor kurzem ein Ratgeber-Buch mit dem einmaligen Titel „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ [klick] gelesen und irgendwie hat mir dieses besagte Buch die Augen geöffnet. Deshalb möchte ich heute kurz davon erzählen.


Ratgeber Klapptext:

Es gibt Momente im Leben, in denen einem klar wird, dass man etwas ändern muss. Der Moment, als Alexandra Reinwarth ihre nervige Freundin Kathrin mit einem herzlichen „Fic* dich“ zum Teufel schickte, war so einer. Das Leben war schöner ohne sie – und wie viel schöner könnte es erst sein, wenn man generell damit aufhört, Dinge zu tun, die man nicht will, mit Leuten die man nicht mag, um zu bekommen, was man nicht braucht! Wer noch der Meinung ist, das Leben könnte etwas mehr Freiheit, Muße, Eigenbestimmung und Schokolade vertragen und dafür weniger Kathrins, WhatsApp-Gruppen und Weihnachtsfeiern, der ist hier goldrichtig. Lassen Sie sich von Alexandra Reinwarth inspirieren, wie man sich Leute, Dinge und Umstände am Arsch vorbei gehen lässt, aber trotzdem nicht zum Arschloch mutiert. Und lernen Sie von ihr, wie kleine Entscheidungen einen großen Effekt auf die Lebensqualität haben können. Ganz einfach.

Sagt doch eigentlich schon alles, oder? Und ich bin eindeutig so ein Mensch, der weniger Kathrins und WhatsApp-Gruppen braucht. Auf unglaublich witzige Art und Weise führt einem dieses Buch vor Augen, wie dumm man eigentlich in gewissen Situationen ist.


Es fing damit an, dass ich zu Kathrin „Fick dich!“ gesagt habe. Dazu muss man wissen: Ich sage das normalerweise nicht zu Leuten. Ich werfe generell nicht mit Aufforderungen zum Geschlechtsverkehr um mich, egal wann. Nicht mal beim Autofahren. Aber Kathrin, das muss man wissen, ist einer dieser Menschen, die einem immer das Gefühl geben, man hätte etwas falsch gemacht und stehe nun in ihrer Schuld. Kennen Sie solche Leute? Solche, die sich immer beschweren, aber nie etwas verändern? Leute, die einem die Energie aussaugen wie kleine Kinder Capri-Sonne?

Das ist übrigens der erste Absatz des Buches. Der Schreibstil der Autorin ist genau meins – vor Witz und Sarkasmus nur so triefend! Selten habe ich während dem Lesen eines Buches so oft gelacht. Ich konnte mich mit unglaublich vielen Situationen 1:1 identifizieren und ich bin mir sicher, dass viele von euch sich in ebenso vielen Situationen wiedererkennen werden. Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht und ich möchte versuchen, in Zukunft auch Schritt für Schritt nach der „Am Arsch vorbei“-Einstellung (AAV-Einstellung) zu leben. Was die Autorin aber immer wieder betont und was man dabei nicht vergessen darf: man darf kein Arschloch werden!

Ratgeber: Am Arsch vorbei geht auch ein Weg


Echte Tipps und Ratschläge?

Echte Tipps und Ratschläge wie man zu dieser AAV-Einstellung gelangt, gibt es im Buch nicht direkt. Es beschreibt einfach Situationen aus dem Alltag der Autorin und zeigt einem, wie sie diese mit der AAV-Einstellung anders gelöst hat, als sie es ohne ihre neue Art zu denken getan hätte. Und das Ergebnis: danach ist sie (fast) immer glücklich und vor allem fühlt sie sich endlich frei.

Im Buch werden neben Personen auch „Dinge“, ob greifbar oder nicht, angesprochen, auf die man verzichten kann. Ich habe dann mal überlegt, worüber ich mich schon oft geärgert habe. Woran ich aber nichts, nada, niente ändern kann. Beispiel: Spritpreise. Seit ich einen Benziner fahre, stört es mich manchmal maßlos, dass ich immer mehr bezahle. Die Zeiten, in denen man knapp über einen Euro für den Liter bezahlt hat, sind ja leider auch schon wieder Geschichte. Und ja, mir ist bewusst, dass es Zeiten gab, in denen man 1,60 für den Liter bezahlt hat. Von diesen Zeiten habe ich aber aktiv nichts mitbekommen, ich habe zum Fahren begonnen, als die Spritpreise extrem niedrig waren. Wie kann ich mir das Ärgern sparen? Ich schaue einfach nicht mehr auf die Preise, wenn ich zur Tankstelle hinfahre. Ich muss ja sowieso tanken, warum mich dann auch noch unnötig ärgern? Spritpreise am Arsch vorbei!

Leseprobe

Hier könnt ihr die ersten Seiten lesen und ich kann euch versichern, es wird euch gefallen. Wenn ihr diese ersten Seiten außerdem auch so lustig findet wie ich, dann ein herzliches Willkommen in meiner Humor-Welt, es ist nett euch hier zu treffen. Es kann aber natürlich auch sein, dass ihr schon lange Zeit nach der AAV-Einstellung lebt und den Ratgeber gar nicht braucht, dann kann ich euch an dieser Stelle nur beglückwünschen. Allen anderen möchte ich diesen „Ratgeber“ aber wärmstens empfehlen, ihr werdet das Lesen nicht bereuen.

Und wenn ihr es doch bereut? Naja, dann hab ich ja jetzt schon gelernt, wo mir das vorbei gehen kann. (;