Wer meinen Blog oder mein Instagram-Profil schon etwas länger verfolgt, der weiß vielleicht, dass ich mir vor kurzem mein erstes Tattoo stechen habe lassen. Und ein Monat später #2 und #3. Da ich in zwei verschiedenen Studios war, habe ich mir gedacht ich erzähle euch heute meine Tattoo Story, sprich meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Ich möchte niemanden anschwärzen, erfinde nichts dazu, sondern erzähle es euch einfach so, wie ich es empfunden habe und so wie’s war.

Das erste Tattoo habe ich mir bei Dots and Daggers in Wien machen lassen. Ich weiß, dass viele mit dem Studio total zufrieden sind, ich war es jedoch nicht wirklich. Ja ich weiß, dass mein erstes Tattoo nur drei kleine Dreiecke waren. Aber muss man sich deswegen über jemanden „lustig machen“? Ich verstehe sehr viel von Sarkasmus und spreche ihn ja selbst auch fließend, aber beim ersten Tattoo hat er in meinen Augen einfach nichts verloren. Punkt. Es ist zwar praktisch, dass man in das Studio ganz ohne Termin kommen kann, wenn man kleine Motive haben möchte, ich werde es aber nicht mehr besuchen.


Und warum?

Einfache Antwort: weil ich im Tattoo Studio Xtattoo [hier lang] in Neusiedl am See total andere und viel bessere Erfahrungen gemacht habe. Auf Instagram habe ich bei Ali [klick] Fotos von ihren Tattoos gesehen und war sofort begeistert. So schön winzig und fein gestochen! Sie hat die Schöpferin dieser Meisterwerke auf den Bildern markiert und sofort habe ich Leni, so heißt die – ich nenne sie Tattoo-Meisterin, auf allen sozialen Netzwerken hinzugefügt und ihre vielen Ergebnis-Bilder bewundert. Kurz darauf habe ich ihr auch schon geschrieben, ob sie denn einmal Zeit für uns hätte. Und ruck zuck hatten wir dann auch schon den Termin. Am 3. Mai war es soweit.

Was hat mir bei Xtattoo besser gefallen?

Es gibt für mich grundsätzlich zwei wesentliche Punkte, die das Xtattoo Studio in Neusiedl am See vom Dots and Daggers in Wien unterscheiden.

  1. Das Studio selbst ist viel offener, heller und freundlicher gestaltet. Ich persönlich fühle mich dort wesentlich wohler als bei Dots and Daggers. Das ist natürlich nur meine persönliche Empfindung und hat nichts mit dem Können der Tätowierer zu tun. Ich möchte diesen Punkt aber trotzdem betonen.
  2. Die Leute sind viel netter! Ich habe zwar nicht alle Artists im Dots kennengelernt, aber die, mit denen ich zu tun hatte, waren nicht sehr kundenfreundlich. Und ich finde, das sollte aber eigentlich überall eine Voraussetzung sein. Ich kann mich doch als Tattoo Artist nicht über jemanden lächerlich machen, der sich nicht für ein großflächiges Tattoo entscheidet, sondern für Fine Lines. Da ich das erste Tattoo aber unbedingt haben wollte, und ja immer nur Gutes über das Dots and Daggers gelesen hatte, habe ich mich damit abgefunden und mir gedacht „Naja, vielleicht sind ja alle Tätowierer so“. Gekontert habe ich den – sorry, not sorry– sau dummen Aussagen natürlich, aber eigentlich hätte ich im Nachhinein betrachtet aufstehen und gehen sollen.

So und dann ist da natürlich noch ein riesiger Unterschied zwischen den Studios… der allergrößte nämlich. Und dieser Unterschied heißt Leni! Ich mache sie jetzt zum Unterschied Nummer 3. Sie hat sich total lieb um uns gekümmert! Sie ist auf unsere Wünsche eingegangen, hat uns aber auch ihre Tipps und Vorschläge verraten. Ich habe mich extrem wohl und gut aufgehoben gefühlt. Was mir auch aufgefallen ist: mein erstes Tattoo hat drei Minuten gebraucht, mehr nicht. Zugegeben, für 11 Striche braucht man natürlich nicht lange. Aber auch die anderen Tattoos waren sehr klein und haben trotzdem wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen. Und das übermittelt einem einfach ein viel besseres Gefühl!

 Meine Tattoo-Story 1.0


Thank you Leni

Die nächsten Zeilen habe ich jetzt einfach mal direkt an die Künstlerin gerichtet, sie hat es nämlich mehr als verdient. Ich bin total begeistert von dir und habe dich gestern schon insgeheim zu meiner Tätowiererin erklärt. Danke, dass du meinen ersten Eindruck von Tätowieren total umgekrempelt und ins MEGA positive gerückt hast. Du machst deine Arbeit erst seit ca. 1,5 Jahren, hast du mir verraten. Deinem Können nach könnte man aber auch annehmen, dass du sie schon 10 Jahre oder noch länger machst! Du bist wirklich talentiert und ich bin mit den beiden Tattoos SO SO SO zufrieden, ich hätte mir nicht gedacht, dass das Ergebnis SO schön wird! Ich werde dich garantiert jedem weiterempfehlen! Ein riesiges DANKESCHÖN nochmal an dich!

Meine Tattoo-Story 1.0


Meine Meinung

Die beiden Tattoo Studios unterscheiden sich wie Tag und Nacht. Versteht mich nicht falsch, ich habe mir das erste Studio ja selber ausgesucht, aber ich habe mir nicht die sarkastischen Kommentare der Artists ausgesucht. Auf die Frage, ob meine Dreiecke eh nicht zu dick werden, bekam ich im Dots die Antwort: „Naja so wie am Papier werden die nicht, ist ja ein Tattoo und keine Zeichnung!“. Und das in einem Tonfall, der in einem Kundengespräch nichts verloren hat. Naja, danke für nichts an dieser Stelle, Lenis Tattoos sehen nämlich sehr wohl aus wie Zeichnungen. Vielleicht hatten die Tätowierer im Dots einen schlechten Tag, ich weiß es nicht, aber ich habe halt genau diesen Tag erwischt und bin der Meinung, dass man sich so einen Umgang nicht gefallen lassen muss. Mir gefällt mein erstes Tattoo natürlich auch sehr, aber die Background-Stories der Tattoos sind einfach 1000:1.

Meine Tattoo-Story 1.0


Share the love

Noch eine Info: dieser Beitrag entstand in keiner Kooperation mit Xtattoo, falls das jemand glaubt. Das ist meine Meinung, die ich euch einfach unbedingt mitteilen möchte. Im Nachhinein ist man immer klüger. Trotzdem mag ich alle drei Tattoos sehr! Und wenn ich bei #1 die Hintergrund-Story ausblende,  dann gefällt es mir sogar noch besser. Mit Lenis Werken und mit ihrer freundlichen Art bin ich zu 100 % zufrieden und ich kann sie euch mit EXTREM guten Gewissen weiterempfehlen. Und Leni, weiter so, du bist großartig. Hier geht’s zu Lenis Instagram-Profil, überzeugt euch am besten dort von ihrem Talent und folgt ihr!

Bitte beachtet, dass die Fotos nur zwei Tage nach dem Tattoo-Termin entstanden sind. Die Tattoos sind also noch am abheilen. Aber schaut euch das bitte an, das sieht doch einfach aus, als hätte man es mit einem dünnen Fineliner geschrieben! ICH BIN SO VERLIEBT! Und noch etwas: das Wort „little“ im Schriftzug ist genau so dünn wie die beiden ersten Wörter, das wirkt nur durch den Schatten und die Bildbearbeitung „dick“.