Als ich damals, irgendwie sehr gelangweilt von meinem Alltag, beschlossen habe, meinen eigenen kleinen Blog zu starten dachte mir: “Na gut Nathalie, mach es halt mal. Irgendwer wird sich ja hoffentlich dafür interessieren“. Aus „Na gut, mach es halt mal“ wurde mittlerweile eines meiner größten Hobbys. Sehr viele Blogposts, geteilte Gedanken und Gefühle, Fotos von meinem Essen und „Kannst du bitte ein Foto von mir machen?” später, bin ich heute hier. Und wo? Im Madonna Magazin!

ok well, that’s kind of crazy

Eine Seite im Madonna Magazin! Für mich ist das einfach vollkommen verrückt. Ich hatte zwar im vergangenen Jahr schon mal einen doppelseitigen Artikel in einer Zeitschrift, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich wieder aufs Neue total überwältigt bin. Ihr müsst euch folgendes vorstellen: du gehst einkaufen und kaufst dir eine Zeitschrift, die nicht nur du, sondern auch TAUSENDE andere Menschen kaufen. Nicht zehn Menschen, nicht hundert, nicht dreihundert Menschen, tausende Menschen! Und DU selbst strahlst dir entgegen. Versteht mich nicht falsch, ich will mich mit diesem Beitrag nicht selbst loben, irgendjemanden beeindrucken oder damit ausdrücken: „Das hättest du wohl auch gerne“. Ich freue mich unglaublich darüber und für mich ist es eine Art Bestätigung, dass ich das, was ich gerne mache, gut mache.

Was viele vielleicht vergessen, beziehungsweise gar nicht erst glauben: es ist, auch wenn es nur ein Hobby ist, sehr viel Arbeit. Texte schreiben sich nicht von selbst, Ideen kann man nicht im Supermarkt kaufen, Fotos machen und bearbeiten beansprucht eine Menge Zeit. Deshalb finde ich es wirklich schön, wenn sich Arbeit und Zeit, die man wo hineinsteckt, auch lohnen.

Die Balance halten

Der Blog ist eines meiner größten Hobbys, dahinter steckt selbstverständlich viel Zeit, die man online verbringt. Ich bin froh, dass ich mein Social-Media-reales-Leben Gleichgewicht sehr gut halten kann. Manchmal esse ich einfach, ohne vorher ein Foto davon zu machen – und jetzt alle meine Freude so: „waaaaas?“. Ja gut, es passiert selten, aber es passiert, haha. Ich muss meine Social Media Kanäle nicht zwanghaft stündlich checken. Habe ich mal keine Lust oder Idee für einen Blogpost, dann lasse ich es einfach. Denn auf Teufel komm raus Beiträge zu produzieren, wenn einem die Ideen und die Motivation fehlen, ist nicht nur unglaublich schwierig, sondern auch unglaublich sinnlos. Macht weder mir, noch irgendeinem Leser Spaß. Es muss einfach ein bisschen Liebe und ein bisschen von mir selbst mithineinfließen.

Was wirklich zählt

Es gibt wichtigeres als Social Media, leider vergessen das sehr viele. Ich denke, aus diesem Grund werden Blogger oft in eine Schachtel gesteckt – „die will ja nur Aufmerksamkeit“. Kann und mag schon sein, dass manche nur darauf aus sind. Es gibt aber auch Menschen, die schreiben einfach sehr gerne und lieben es, Fotos zu machen. Und ein Blog ist einfach die perfekte Möglichkeit, diese Hobbys miteinander zu kombinieren. Was auch klar ist: ein bisschen Selbstinszenierung ist immer dabei. Ich werde bestimmt niemals ein Foto teilen, auf dem ich soeben total zerstreut von einem Nachmittagsschlaf aufgewacht bin und nicht mal weiß, in welchem Jahrhundert ich mich gerade befinde.

The blurred picture around the smartphone is called life.

Ein Spruch, der uns zum Nachdenken bringen sollte. Nicht umsonst empfehle ich in meinem eigenen Artikel einen Ausflug in die Natur. Ich möchte authentisch sein, ich hätte an dieser Stelle andere Dinge erwähnen können, habe mich aber bewusst für etwas entschieden, dass uns – und auch mich – vom Smartphone wegholt.

Ok, ich bin jetzt ein wenig abgedriftet, was ich eigentlich sagen will ist, dass ich sehr stolz darauf bin, mich selbst in Österreichs größter Frauen- und Lifestylezeitschrift zu sehen.