Hallo und herzlich Willkommen zu meiner neuen Blog-Kategorie. Wie ihr bereits im Titel dieses Beitrags sehen könnt, heißt das Ganze „hikewithnathalie“. Meine Wanderung aufs Kieneck habe ich gleich als Anlass genutzt, um diese Kategorie zu starten. Ich war schon länger auf der Suche nach einer neuen Kategorie, beziehungsweise einem neuen Thema für den Blog. Nachdem es hier ja vier Monate mehr oder weniger totenstill war, habe ich den Blog nun seit ein paar Wochen wieder zum Leben erweckt. Ich habe auch schon einige Beiträge vorausgeplant und habe festgestellt, dass sich die Rezept-Beiträge die Waage mit den „Gedanken“ halten. Um alles ein wenig aufzulockern, wird es ab sofort in Zukunft auch ein paar Wander-Beiträge geben. Wie ich das ganze gestalten und aufbauen will, weiß ich noch nicht genau.

Einerseits war mir Qualität immer sehr wichtig, andererseits schleppe ich ungern meine Canon 70D mit zum Wandern, da diese einfach ur schwer ist. Mein iPhone habe ich allerdings immer dabei und die Fotos sind damit unglaublich schnell gemacht. Klar sind die Bilder nicht mit der Qualität der Kamera-Aufnahmen zu vergleichen, doch wer legt denn darauf überhaupt so genauen Wert? Ich werde die Beiträge also erst Mal mit meinen iPhone-Aufnahmen ausstatten. Und wer weiß, vielleicht gibt es in Zukunft ja dann doch irgendwann high-quality Bilder in dieser Kategorie.

 


Über den Weißriegel zur Enzianhütte am Kieneck

Das Kieneck mit der Enzian Hütte ist ein sehr beliebtes Wanderziel, das sowohl aus dem Piesting- als auch aus dem Triestingtal auf vielen Wegen erreicht werden kann. Ich habe das Kieneck bis jetzt immer nur von der Further-, also der Triestingtal-Seite erklommen. Der ganz offizielle Weg startet beim Kirchenplatz in Furth und führt 7 km lang flach in den Staffgraben. Erst am Ende des Staffgrabens beginnt der steile Aufstieg über den Weißriegel, nachdem man nach etwa 2 Kilometern den Gipfel des Kienecks mit der Enzian Hütte erreicht. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick über den nahegelegenen Unterberg, den Schneeberg, die Rax und den Ötscher. Eine andere Alternative wäre es, mit dem Auto in den Staffgraben bis zum Schranken zu fahren und von dort aus dann nur den Weißriegel raufzugehen.

Route über den Weißriegel rauf und retour


Kieneck vom Kirchenplatz aus

Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Parkplatz, beziehungsweise der Kirchenplatz in Furth. Von dort aus geht man taleinwärts in den Furthergraben und folgt der grünen Markierung auf der wenig befahrenen Straße. Vorbei geht’s beim AbHof-Laden der Familie Krenn-Kreuzbauer und am „Gaissteinblick“-Bankerl, wo links der Gaisstein mit seinem felsigen Gipfel ins Bild kommt. Nach ca. einer Stunde Gehzeit erreicht man die Staffbrücke, bei der man die Straße nach links verlässt und der Tafel Staffgraben-Kieneck, „Wiener Wallfahrerweg –Via Sacra in Niederöstereich“, also der roten Markierung zu folgt.

Für die nächsten 4 km (wieder etwa eine Stunde Gehzeit) bleibt man im Staffgraben immer neben dem Bach, anfangs auf der schmalen Asphaltstraße bis zur Schindlau, wo die Asphaltstraße in eine Forststraße übergeht. Immer dem Bach und der roten Markierung entlang geht es nun auf der Forststraße weiter taleinwärts, bis ein kleiner Parkplatz und der Schranken erreicht wird. Wie bereits erwähnt, könnt man bis hierher mit Auto fahren.


Rauf auf den Weißriegel

Nach dem Schranken hält man sich weiter entlang der roten Markierung bis zu einem Holzkreuz, bei dem man nach links abbiegt und danach den Einstieg über den Weißriegel erreicht. Bei der Tafel „Zur Enzian Hütte am Kieneck“ verlässt man die Forststraße nach rechts und folgt der roten Markierung steil durch den Wald. Hier werden nun auf nur 2 km Wegstrecke die 650 Höhenmeter bis zur Hütte bewältigt, wie ihr vermutlich wisst, ist das ziemlich viel. Auf dem Weißriegel steigt man zügig höher, drei flache Stücke unterbrechen den steilen Anstieg.

Kieneck über den Weißriegel

Nach dem dritten Flachstück kann man sich auf einem Bankerl den schönen Ausblick auf Hocheck und auf den Gaisstein genießen. Nach der kleinen Pause geht der steile Pfad weiter durch den Föhren- und Buchenwald. Hat man den Hang bezwungen, erreicht man direkt die Enzianhütte am Kieneck. Die Hütte hat seit 2017 neue Pächter, die die Gäste mit frischem Essen aus der Region – sowohl für Veggies, als auch für Fleischliebhaber, verwöhnen. Egal ob vegane Karotten-Kurkuma-Suppe oder die klassischen Linsen mit Knödel, auf der Enzianhütte ist für jeden Geschmack das Richtige dabei. Wir waren an einem sonnigen Sonntag um ca. 13 Uhr oben und haben fast keinen Platz bekommen, weil so viele Besucher oben waren. Doch das hat uns nicht weiter gestört, wir haben unseren kühlen Radler einfach auf einem großen Stein in der Sonne genossen.


Der Retourweg

Um wieder zurück nach Furth zu gelgangen, gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder man geht den Weißriegel wieder runter oder man entscheidet sich für den Retourweg über den Gaisruck. Dieser ca. 9 Kilometer lange Retourweg nach Furth beginnt hinter der Hütte. Man folgt dem Weg mit dem Wegweiser „Furth über Gaisruck“ und der roten Markierung. Der Weg geht anfangs etwas steiler durch den Wald bergab um dann immer am Rücken entlang. Nach einem flachen Steig erreicht man die Abzweigung des Mareschsteigs, wo man nach Thal und Pernitz gehen kann.

Man folgt dort aber weiter der roten Markierung (Furth über Gaisruck) und erreicht dann nach einer Steigung den Almeskogel. Entlang dieses Weges hat man eine schöne Aussicht auf den Peilstein, das Eiserne Tor und den Unterberg. Mehr oder weniger auf und ab wandert man über weitere Riegel und Lichtungen weiter, bis man den steiler werdenden Anstieg auf den Gaisruck erreicht, wo man ein Kreuz und ein Bankerl findet.


Vom Gaisruck runter

Vom Gaisruck führt der Weg nun abfallend weiter. Bald wird der Zaun eines Gatters erreicht, dem man bis zum Atzsattel folgt. Von dort aus führt der Weg durch eine Drehtür in das Gatter hinein. Auf einem schmalen Pfad queret man den Hang weiter bis man nach rechts auf den breiteren Weg absteigt. Nach etwa 100 Metern am Forstweg erreicht man einen roten Holzpfeil, diese Abzweigung darf man nicht übersehen. Der Pfad führt anschließend runter zur Forststraße und zur Himmelsreith. Von dort aus quert man die Wiese und erreicht so die neue Forststraße auf der anderen Seite. Man geht nach rechts abwärts und folgt der Forststraße zu einem Felsen. Dort taucht rechts wieder der Pfad mit der roten Markierung auf.

Weiter geht es die Forststraße bergab, wo man das Gatter dann durch eine Drehtür wieder verlässt. Gleich danach erreicht man den Gaissteiner-Hof. Von dort aus quert man die Wiesen auf einer Forststraße, hin bis zum Waldrand. Man folgt der roten Markierung auf einem Forst- und dann einem Wanderweg durch Wald und Wiesen zum Amöd. Durch ein Gatterl betritt man die Wiesen und folgt einem Weg bis zur Markierung auf den Bäumen am unteren Ende der Weide. Von dort führt die Forststraße zurück nach Furth.

Tourdaten mit Rückweg über Gaisruck:
18,18 km | 1.016 hm | 06:21 h | normale Wanderausrüstung