Hello again zu einem neuen Beitrag in der Kategorie hikewithnathalie. Diesmal ging es vom Gaisstein über den Gaisruck aufs Kieneck. Wie ihr vielleicht bemerkt habt, macht mir das Wandern momentan extrem viel Spaß. Am liebsten würde ich jedes Wochenende einen anderen Berg besteigen. Die vergangenen Wochenenden habe ich das genaugenommen auch getan. Ein Wochenende Bischofsmütze und Steinwandklamm, das darauffolgende Wochenende der Almesbrunnberg und das Kieneck über den Weißriegel und das nächste Wochenende die Tour über den Gaisruck aufs Kieneck. Die Wanderlust hat mich richtig gepackt und ich genieße jede freie Minute, die ich draußen in der Natur verbringe.

Wir haben die hier beschriebene Tour ein wenig kompliziert gemacht, wir sind zuerst mit zwei Autos in den Staffgraben gefahren (Ausgangs- bzw. Endpunkt des Weißriegels aufs Kieneck) und haben dort dann ein Auto zurückgelassen und sind gemeinsam ins Ebeltal zum Ausgangspunkt der Wanderung auf den Gaisstein gefahren. Dies liegt daran, dass ich den Weg zumrück vom Kieneck nicht wieder über das Ebeltal, sondern über den Weißriegel machen wollte, den meine Freundin noch nicht kannte. Man könnte aber auch einfach von Furth über das Amöd zum Gaissteiner Hof gehen.

Kieneck über Gaisruck


Vom Ebeltal zur Himmelsreith

Vom Schotterparkplatz hinter dem letzten Haus im Ebeltal führt die Forststraße (Fahrverbot), die sofort eine Linkskurve macht. Der Weg verläuft serpentinenartig zwischen den Wiesen hinauf, vorbei an einem kleinen Haus mit Wohnwagen im Garten und bringt uns zum Gaissteiner Hof. Beim Gaissteiner Hof sind bereits die Felswände des Gaissteins zu sehen. Zwischen Haus und Scheune geht es weiter, der Weg führt zu einem Wildgatter. Dieses betritt man durch eine Drehtür. Anschließend folgt man der Forststraße weiter bis zur Himmelsreith. Der Schotterstraße dort bis zum höchsten Punkt folgen. Überquert man dann die Wiese nach rechts, geht’s rauf auf den Gaisstein. Wir folgen dem Weg aber weiter nach links und gehen Richtung Gaisruck.


Über Himmelsreith rauf auf den Atzsattel

Zunächst geht es also weiter nach links, wo man auf die rot markierte Forststraße trifft. Vom Gaisstein aus gesehen gleich gerade aus in den Wald abbiegen. Hier ist der Weg sehr gut markiert. Weiter geht es über Forststraßen und Waldwege stetig bergauf bis man den Kamm erreicht. Viele bezeichnen diesen Abschnitt als einen der schönsten Kammwanderungen der Voralpen. Vom fast immer an der Kammspitze verlaufenden Steig hat man einen tollen Ausblick. Kurz vor dem Atzsattel gibt es am Fels entlang einen zusätzlichen Handlauf zum Anhalten, der meiner Meinung aber nicht unbedingt notwendig ist. Aufpassen muss man beim Wandern sowieso immer.


Oben am Gaisruck

Nach weiteren 1,15 Stunden Gehzeit erreicht man den höchsten Punkt des Kammes, den Gaisruck mit 1074 Metern. Dort findet man ein kleines Kreuz und eine Steinhöhle mit dem Gipfelbuch. Dort gibt es etwas zum Geocachen, hier findet ihr die Beschreibung, wo ihr „den versteckten Schatz“ finden könnt. Der Kamm verläuft dann weiter am Waldgrat entlang bis hin zur Lichtung am Almeskogel. Von dort sieht man bereits das Ziel der Wanderung, die Enzian Hütte am Kieneck. Vom Almeskogel geht der Weg etwas bergab, bevor es vor dem Grande Finale auf das Kieneck wieder 130 Höhenmeter bergauf geht.


Zur Enzianhütte am Kieneck

Nach weiteren 45 Minuten erreicht man schließlich die Enzian Hütte am Kieneck auf 1107 Metern.  Das Essen auf der Enzian Hütte ist sehr zu empfehlen, da die Pächter besonders Wert auf die Qualität ihrer Zutaten legen. Mein Kieneck-Go-To: einen kühlen Radler in der Sonne genießen! Dieser Punkt gehört bei mir zu jeder Kieneck-Wanderung.


Runter über den Weißriegel

Der Rückweg verläuft nun zuerst entlang der roten Markierung über den Weißriegel. Am Retourweg findet man in regelmäßigen Abständen Holzschilder auf Bäumen, die auf die Höhe der Berge in der Umgebung hinweisen. Der Abstieg ist steil und wenn ihr, so wie wir, im März geht, dann kann es sein, dass noch Schnee liegt. Also aufpassen! Unten beim Schranken steigen wir in unser abgestelltes Auto und fahren zurück ins Ebeltal, um das zweite Auto zu holen. Entscheidet man sich für den Weg von Furth übers Amöd auf den Gaisstein, parkt man mit dem Auto am Kirchenplatz in Furth und muss vom Schranken aus noch durch die Staff und den Furthergraben hinaus nach Furth gehen. Hier findet ihr übrigens meine Wanderung auf das Kieneck über den Weißriegel mit einer genaueren Beschreibung des Weges von/nach Furth und hier findet ihr alle meine weiteren Wanderungen, über die ich bereits am Blog geschrieben habe.

Hier sieht man den beinahe kompletten Verlauf der Wanderung. Von Himmelsreith (Wiese links im Bild) gehen wir den gesamten Kamm entlang bis auf den Gipfel vom Kieneck (rechts, im Bild nicht ganz zu sehen)

 

Tourdaten mit Rückweg über Weißriegel:
15,9 km | 777 hm | 04:00 h | normale Wanderausrüstung