HAPPY NEW YEAR! Ja, das neue Jahr ist zwar schon wieder über eine Woche alt, ich bin aber erst jetzt aus meinem Blog-Winterschlaf zurückgekehrt. Besser spät als nie, hehe. Ich könnte euch jetzt die  grandiosesten Vorsätze für das neue Jahr auftischen, die sich ja insgeheim die meisten von uns an Silvester vornehmen. „Ich werde dieses Jahr regelmäßig Sport betreiben und endlich wieder ein wenig abnehmen“, „Heuer werde ich meine Wohnung jeden Samstag von oben bis unten putzen“ha ha ha. In einem anderen Leben vielleicht. Bei mir wird das zumindest eher nicht passieren. Darum habe ich mir heuer einige kleine Dinge vorgenommen, die ich vermutlich und hoffentlich zur Abwechslung mal halten kann.

Meine Vorsätze für 2018:

Jeden Tag mit einem positiven Gedanken beginnen

Darf ich mich vorstellen? Größter Morgenmuffel auf Planet Erde. Ich wache in der Früh auf und sollte mir die ersten zwanzig (dreißig, vierzig …) Minuten besser ein Schild mit der Aufschrift „Achtung BISSIG!“ um den Hals hängen, um meine Mitmenschen zu warnen. Da ich kein Kaffeetrinker bin, trifft der Spruch: „der Morgen beginnt nach dem ersten Kaffee“ auf mich nicht zu. Mir ist es vollkommen egal, was ich am Morgen trinke (sofern es kein doppelter Cocktail ist), besser gelaunt bin ich dadurch nicht. „Ich will nicht aufstehen“, „Ich will nicht ins Bad“, „Ich will mich nicht anziehen“, „Am liebsten würde ich noch eine Stunde im Bett bleiben.“ – ja Nathalie, das würden wahrscheinlich alle gerne so machen, leider spielt es das aber nicht. Deshalb habe ich mir vorgenommen, jeden Morgen nach dem Aufwachen noch kurz innezuhalten und an etwas Positives zu denken. Sei es etwas, worüber ich mich glücklich schätzen kann oder etwas, worauf ich mich diese Woche freue. Und wenn es „nur“ die Tatsache ist, dass ich gesund aufwache oder zur Abwechslung mal ausgeschlafen bin. Es sind die „kleinen“ Dinge im Leben.


Mehr auf mich selbst achten

Schon oft habe ich bemerkt, dass ich meine Energie für Dinge und Menschen verschwende, die es eigentlich nicht wirklich wert sind. Das klingt sehr hart, leider ist es aber wirklich so. Dieses Jahr möchte ich also mehr auf mich selbst hören, dem ersten Bauchgefühl vertrauen und einfach öfter das tun, was sich für MICH selbst gut anfühlt. Nicht falsch verstehen, ich möchte jetzt kein unsensibler und egoistischer Arsch werden, sondern einfach lernen, dass manchmal ein simples „nein“ Wunder bewirken kann. Ich bin ein Mensch, der immer versucht, es jedem Recht zu machen. Ratet mal, wessen Wünsche und Gefühle bei so einer Lebenseinstellung immer in Vergessenheit geraten? Die der anderen sind es jedenfalls nicht.


Die stärkste Droge aller Zeiten

Ich habe vor kurzem einen Artikel auf einer Seite entdeckt und er hat mich (mal wieder über dieses Thema) zum Nachdenken gebracht. Ich möchte ihn 1:1 so einfügen, wie ich ihn dort gelesen habe:

Die stärkste Droge aller Zeiten, die Stärksten von uns verstrahlt, aber schleichend, schleichend; nicht wie eine Tschernobyl-Katastrophe, sondern eher, als wohnte man in der Nähe eines Uran-Bergwerks, Tag für Tag ein bisschen mehr Gift im Körper, vor allem aber im Kopf, im Geist:

Ins Bett gehen und aufs Handy schauen
Aufwachen und aufs Handy schauen
Aufs Klo gehen und aufs Handy schauen
Auto oder U-Bahn fahren und aufs Handy schauen
Arbeiten und aufs Handy schauen
Pause oder Feierabend machen und aufs Handy schauen
Mit einem Freund reden und aufs Handy schauen
Mit dem Partner schlafen und aufs Handy schauen
Auf dem Laufband sein und aufs Handy schauen
Mit dem Kind spielen und aufs Handy schauen
Auf einer Beerdigung sein und aufs Handy schauen
Traurig sein, einsam sein, erschöpft sein, krank sein und aufs Handy schauen.

Mit dem Internet verbunden, vom Leben ge-krzrtzrktz-trennt.

Quelle: hier

Und, wer kann sich identifizieren?

Ich bin mir sicher, dass wir uns alle mit zumindest einem, ehrlicherweise aber mit fast allen Punkten identifizieren können. Ich kann mich davon leider nicht ausnehmen, wir sind Generation „Kopf unten“. Den Blick immer aufs Smartphone gerichtet. Es ist schon fast wie ein Zwang, alle paar Minuten aufs Handy zu schauen. Was kann man dagegen tun? Das Handy ausschalten und frei sein. Das Handy ausschalten und uns selbst spüren und zur Ruhe kommen Das Handy ausschalten und da sein mit den Menschen die wir lieben. – auch dieser Auszug ist aus dem besagten Artikel. Natürlich muss man für sich selbst aber auch erst mal einige Fragen beantworten: WARUM schaue ich eigentlich ständig auf mein Handy? Habe ich Angst, etwas zu verpassen? Vermisse ich gewisse Menschen, mit denen ich zum Großteil nur über WhatsApp kommuniziere? Diese Fragen gilt es erstmal zu klären, bevor man mit dem „Entzug“ beginnen kann.

Wie sieht dieser Entzug aus?

Jeden Tag kleine Schritte. Ich habe mir vorgenommen, mein Handy jeden Tag für eine bestimmte Dauer abzuschalten. Ich möchte diese Dauer steigern, erstmal nur 5 Minuten, dann 10, dann 20 … vielleicht schaffe ich es so, dass ich mich von der wohl weitverbreitetsten Sucht befreien kann. Ich kann euch zum Beispiel gar nicht sagen, wann ich zum letzten Mal einen guten Film oder eine Serie gesehen habe, komplett OHNE auf mein Handy zu schauen. Traurig, ich weiß. Vor kurzem besuchte ich ein Musical und ich habe, warum auch immer, ich weiß es selbst nicht, in der Pause nicht sofort zu meinem Smartphone gegriffen. Als ich dann so von oben ins Publikum geschaut habe, habe ich gesehen dass JEDER, wirklich JEDER der Zuschauer im Saal das Handy in der Hand hatte. Was rennt eigentlich falsch mit uns?

Hier noch ein weiterer Artikel, den ich gefunden habe:

Wer sein Smartphone häufig benutzt (also fast jeder), riskiert ernsthafte Depressionen. Das haben Forscher der University of Auckland festgestellt. Der Grund ist ganz einfach: wer viel textet und surft, lässt auch viel den Kopf hängen. Buchstäblich. Studien zufolge bekommen wir nicht nur bei Selbstwertproblemen und mieser Stimmung eine schlechte Körperhaltung, sondern auch anders herum – eine schlechte Körperhaltung krümmt unseren Geist und dämpft unser Selbstwertgefühl. Nichts anderes passiert, während wir aufs Handy schauen, Kopf runter, Schultern runter. Nimm einem, der so da steht, das Smartphone aus der Hand und er sieht aus, als wäre er verdammt deprimiert. Dem Gehirn reicht diese Haltung als Signal, es zieht seinen Schluss aus dieser Haltung, und dieser Schluss ist nicht gerade „Party!“. Diese Körperhaltung ruiniert neben der Laune auch unser Selbstvertrauen und unsere Leistungsfähigkeit in Tests sowie die generelle Produktivität, außerdem fällt es uns so schwerer, uns an gute Dinge zu erinnern, während sich die schlechten nur so aufdrängen. Na ja, Hauptsache immer up to date. Wollen wir mal hoffen, dass unser letzter Akt kein Selfie vom Brückengeländer ist (und wenn doch, dass wir wenigstens gut drauf aussehen und ein paar Likes für bekommen).

Quelle: hier


Offener werden

Dieser Vorsatz passt eigentlich sehr gut zum vorigen. Wenn ich zur Abwechslung mal nicht in mein Handy gaffen würde, hätte ich in meinem Leben wahrscheinlich schon mit viel mehr Menschen interessante Gespräche geführt bzw. hätte mehr Menschen kennengelernt. Ich habe im Jahr 2017 einige Bekanntschaften gemacht, die ich nicht mehr missen möchte und deren Bekannt- und Freundschaft mittlerweile etwas sind, auf das ich auch im Jahr 2018 nicht verzichten möchte. Ich bin ein extrem introvertierter Mensch, war ich leider schon immer. Schon früher im Urlaub war ich immer diejenige, die sich auf die offene Art ihres Bruders verlassen hat, denn nur er hat damals mit anderen Kindern Freundschaften für uns beide geknüpft. Diese Tatsache möchte ich aber ENDLICH nach und nach ändern und aktiver auf Menschen zugehen.


Mich beim Autofahren weniger ärgern

Ich kenne kaum einen Menschen, der sich beim Autofahren so oft und so lauthals über andere Autofahrer ärgert, wie ich es tue. Diese Eigenschaft ist für alle Mitfahrenden im Auto und auch für mich selbst extrem nervig. Ich weiß, dass man mit dem Besen am besten immer nur vor der eigenen Türe kehren sollte, was das Autofahren betrifft ist mein Eingangsbereich vor der Tür aber sauber. Ich halte mich zu 99,9 % an alle Regeln, blinke immer (rechtzeitig!), halte genug Abstand … Deshalb stört es mich umso mehr, wenn andere Mitmenschen das nicht tun. Da ich diese Tatsache aber nicht ändern kann, werde ich mir angewöhnen, mich nur mehr still bzw. irgendwann hoffentlich gar nicht mehr zu ärgern. Meine Mitmenschen werden es mir danken.

So, das wären meine Vorsätze für das neue Jahr. Ich freue mich auf 2018 und hoffe, dass es mindestens so schön – wenn nicht noch schöner – wird, wie 2017.