Vergangenen Sommer bin ich mit meiner Freundin Anna auf den Großen Sonnleitstein gewandert. Ist also schon länger her, ich nehm den Sonnleitstein aber trotzdem in meine hikewithnathalie Kategorie auf. 🙂 Wir haben auf Instagram bei Sabrina von BeRoSa GoGreen ein Foto vom Gipfel gesehen und uns spontan dazu entschlossen, dort auch raufzuwandern. Außerdem hatten wir beide vor kurzem eine kostenlose, einjährige Pro-Mitgliedschaft bei Bergfex abgeschlossen und wollten aus diesem Grund die App ausprobieren. An einem sonnigen, aber bewölkten Samstag sind wir also Richtung Hinternasswald gefahren, um auf den Sonnleitstein zu wandern. Die Tour ist grundsätzlich nicht schwierig, dennoch sind die Anforderungen an Kraft und Kondition nicht zu unterschätzen. Man überwindet sowohl bergauf als auch bergab ca. 950 Höhenmeter auf fast durchgängig steilen Steigen. Im Winter und bei Nässewürde ich diese Tour für Ungeübte, auch wenn sie über die nötige Ausdauer verfügen, nicht empfehlen, weil es dann bestimmt sehr rutschig ist.

Anreise nach Hinternasswald

Für uns war die Anreise zum Parkplatz in Hinternasswald schon ein kleines Highlight, haha. Mit dem Auto fährt man auf der Semmering-Schnellstraße S6 bis zur Abfahrt Gloggnitz, dort dann Richtung Gloggnitz abbiegen und das Ortsgebiet Richtung Payerbach-Reichenau durchqueren. Die Rax wird passiert und am Ortsende von Reichenau biegt man nicht Richtung Prein ab, sondern fährt Richtung Höllental weiter. Beim Gasthaus Singerin biegt man dann links ab Richtung Nasswald. Durch Nasswald hindurch fährt man dann eine schmale Straße, die von Felsen umsäumt wird, weiter bis man Hinternasswald erreicht.


Vom Parkplatz zum Franz Jonas-Steig

Der Parkplatz in Hinternasswald ist nicht sehr groß und kann beim Schönwetter im Sommer schnell voll sein, ich würde also eine frühe Anreise empfehlen. Wir hatten allerdings Glück und es war nicht viel los. Vom Parkplatz aus erreicht man nach wenigen Metern eine Tafel, die links Richtung Rax und Schneealpe zeigt. Dort gerade halten und der Asphaltstraße folgen und kurz darauf rechts halten und der Forststraße leicht ansteigend in den Wald folgen. Nach nur wenigen Metern auf dem Forstweg zweigt rechts der Franz Jonas-Steig ab, der gut markiert ist.

Großer Sonnleitstein_lifewithnathalie_1


Durch den Wald hinauf

Weiter geht die Tour durch den kühlen Wald bis man eine Forststraße quert, bei der eine kleine Leiter den Steig weiterführt. Von dort aus geht man über mehrere Serpentinen den Wald steil hinauf. Wir sind an unglaublich vielen Himbeersträuchern vorbeigekommen und haben ein paar Himbeeren genascht. Generell gilt aber immer Vorsicht, beim Essen von wilden Beeren im Wald. Nach ca. 1,5 Stunden Anstieg erreicht man wieder eine Forststraße.


Am Waldkamm entlang

Von dort aus folgt man der Markierung weiter hinauf auf den Waldkamm, wo der Steig wieder deutlicher wird. Auf diesem Kamm links halten und durch Wald und über Wiesen weiter bergaufwärts gehen. Anschließend erreicht man eine Tafel (15 Minuten bis zum Gipfel). Dieser Tafel nach rechts folge, der Weg führt steil bergauf zum Wiesenboden am Fuße der Westabstürze des Sonnleitsteins. Weiter rechts halten, wo der Weg entlang des Gerölls des Hanges vorbeiführt.


Hinauf auf den Sonnleitstein

Nach einer Kehre und einem kurzen steilen Aufstieg über felsiges Geröll erreicht man rasch den Gipfelbereich mit dem kleinen Kreuz des Großen Sonnleitsteins auf 1639 Metern. Ist man mit Kindern unterwegs, muss man am Sonnleitstein besonders aufpassen, es geht unmittelbar um das Kreuz senkrecht nach unten. Aber auch als Erwachsener ist am Großen Sonnleitstein etwas Vorsicht geboten. Oben am Großen Sonnenleitstein wird man mit einem wundervollen Panorama mit Blick über den Schneeberg, das Raxplateau, die Schneealpe, Hochschwab, Dürrenstein, Göller, Gippel, Unterberg und und und und belohnt.


Runter über die Ameiswiese

Beim Abstieg geht es zurück zur erwähnten Abzweigung und von dort aus nach rechts weiter den Hang entlang, hinein in den Wald. Es geht etwas steiler bergab und man erreicht eine Forststraße, die man queren kann, um dem Pfad zur Ameiswiese zu folgen und von dort den Abstieg fortzusetzen. Von dort folgt man dem Wasserlauf talwärts bis zum Ausstieg auf die Forststraße, auf der man nach links abzweigt und nach ca. einer Stunde Gehzeit die Abzweigung zum Franz-Jonas Steig erreicht, auf dem man wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung kommt.


Runter über die Forststraße

Da sich meine Freundin beim Hinuntergehen den Knöchel verletzt hat, haben wir uns für den Rückweg über die Forststraße entschieden. Wir sind nach dem Waldstück auf der Forststraße also nicht weiter in den Wald gegangen, sondern sind nach rechts auf die Forststraße abgebogen. Der Weg führt gemütlich bergabwärts und wir haben nach ca. 1,5 bis 2 Stunden Gehzeit den Ausgangspunkt erreicht.

 

Tourdaten mit Rückweg über die Forststraße:
12,6 km | 937 hm | 04:30 h | normale Wanderausrüstung