Herzlich willkommen zu meinem ersten DIY Beitrag. Wer hätte gedacht, dass es dazu mal kommen wird? Ich nicht. Beim technischen Handarbeiten und Basteln bin ich so circa der untalentierteste Mensch auf Erden. Gebt mir eine Zange oder eine Bohrmaschine und ich kann euch versichern, es geht schief. AAABER: ich wage mich in letzter Zeit immer öfter ans Handwerken und langsam werde ich echt ganz gut darin – Übung macht den Meister. Lange Rede, kurzer Sinn: ich wollte ein Fotogitter und das sogar schon ziemlich lange. Ich habe unzählige Onlineshops und auch normale Möbelhäuser und Co. durchsucht, habe aber nie etwas Passendes gefunden. Entweder waren die Gitter zu klein, zu groß, zu teuer oder schlicht und einfach zu hässlich. Im OBI Onlineshop wurde ich aber schließlich fündig und meine liebe Cousine hat mir kurz darauf das von mir gefundene Gitter vorbei gebracht.

Was habe ich gefunden?

Ein Estrichgitter! Die Quadrate vom Estrichgittern haben genau die richtige Größe, das Gitter ist sehr billig und außerdem auch noch riiiiiiesengroß. Zugegeben, es ist sogar viel zu groß, aber man kann das Gitter mit einer Drahtzange ganz einfach individuell anpassen. „Nicht ich kann das, aber irgendwer kann’s bestimmt“ – so meine Gedanken, hehe. Beim Zuschneiden hat mir mein Papa geholfen. Die silberne Farbe des Gitters hat mir überhaupt nicht gefallen, aber es gibt ja schließlich nichts, das ein schwarzer Farblack nicht aufwerten kann. Wie viel habe ich für das Gitter bezahlt? Haltet euch fest…. 4,49 €. Der Sprühlack, von dem man (je nach Größe) mindestens eine ganze Dose braucht, ist somit mehr als doppelt so teuer als der ganze Rest. Aber natürlich ist das alles noch immer wesentlich billiger als sonstige Wandgitter.


 

Und so wird das Fotogitter gemacht:

Da mein Gitter 2×1 Meter lang war, musste es erst mal gekürzt werden. Man kann das Gitter natürlich auch komplett so wie es ist an die Wand schrauben. Man braucht dann aber sehr hohe Plateauschuhe, um auch ganz oben noch was daran befestigen zu können. 😛 Ich Zwerg habe mich also dazu entschlossen, das Gitter zu kürzen. Mit einer Zange ist das kein Problem. Passt aber bitte auf, das Gitter hat sehr scharfe Enden. Man kann, denke ich, auch im Baumarkt ganz lieb nachfragen, ob sie es einem dort schon kürzen. Das macht dann auch gleich den Transport um einiges einfacher. Nach dem Zuschneiden müsst ihr das Gitter wahrscheinlich nochmal ein wenig zurecht biegen, da es sich sehr schnell verformt. Dann braucht ihr noch mindestens eine Dose schwarzen Farblack, ich habe mich für einen matten Lack entschieden. Nach dem Schneiden putzt ihr das Gitter gründlich mit einem herkömmlichen Putzmittel, da sonst der Lack nicht haftet.

Ich habe das Gitter im Freien lackiert. Solltet ihr es aber indoor machen, dann legt euch bitte ausreichend Karton und/oder Müllsäcke bzw. Abdeckfolie unter, damit ihr euch nicht den Boden und die Wände versaut. Um ehrlich zu sein: ich würde euch nicht empfehlen, das Gitter drinnen zu lackieren. Der Lack stinkt extrem und die Farbe „nebelt“ aus. Also falls ihr die Möglichkeit habt, draußen zu arbeiten, nutzt diese unbedingt. Alltagskleidung, die dreckig werden kann, ist außerdem auch kein Fehler. Statt der Louboutin Schuhe, habe ich mich also spontan für gefakte Crocs entschieden. 😉

Ihr lackiert alle sichtbaren Seiten des Fotogitters, bis keine hellen Stellen mehr durchscheinen. Anschließend lasst ihr das Gitter gut trocknen, je länger, desto besser. Befestigt habe ich mein Wandgitter mit Dübeln und Ösen- bzw. Ringschrauben. Diese kleinen Schrauben gibt es für sehr wenig Geld im Baumarkt. Man könnte aber zum Beispiel auch einfach kleine Nägel an der Wand befestigen und darauf dann das Fotogitter mit Hilfe von Draht aufhängen und so daran „anbinden“. Seid einfach ein bisschen kreativ, dann fällt euch bestimmt etwas ein.

Fotogitter DIY


Eigentlich ganz einfach, oder?

Und noch dazu wirklich sehr günstig. Ich war einfach nicht bereit, 50 Euro aufwärts für ein Fotogitter zu bezahlen. Es gibt dann natürlich noch die Möglichkeit, Rankengitter für Blumen umzufunktionieren. Diese Möglichkeit habe ich aber gleich wieder verworfen, da ich meine Fotos, Prints und Erinnerungsstücke mit Kluppen, beziehungsweise mit Klammern befestigen wollte. Mit einem Rankengitter wäre das nicht möglich gewesen, da diese in 99 % aller Fälle, zu dick sind. Und das restliche 1 % ist entweder zu teuer oder eben zu unschön. Das heißt also: ran an die Zangen und los geht’s – Selbermachen lautet die Devise!