Jaja, die Winterdepression. Sie ist wohl DIE meistverwendete Ausrede für so ziemlich alles Schlechte in der kalten Jahreszeit. Am Morgen schleppen wir uns aus dem Bett, wollen dem Tag nicht in sein hässliches, stockfinsteres Gesicht sehen. Wir sitzen in der Arbeit, draußen ist es mittlerweile nicht mehr stockfinster, sondern dunkelgrau-nebelig. Wir gehen aus der Firma hinaus und es ist wieder stockfinster. Wir wollen uns nur die Bettdecke über den Kopf ziehen und so schnell wie möglich wieder ins Land der Träume reisen, dort ist es wenigstens hell.

Natürlich möchte ich betonen, dass die sogenannte Winterdepression in ihrem Sprachgrebrauch für mich nichts mit echten Depressionen zu tun hat. Depressionen haben nichts mit lächerlichem Selbstmitleid zu tun und sind kein Witz, deshalb sollte man sie auch nicht so behandeln.

Das ist alles nichts Neues

Ja, im Winter ist es dunkel und kalt und ja, unser Körper leidet unter Vitamin D Mangel. Dass diese Tatsachen die Stimmung enorm drücken, ist leider nichts Neues, wir sind eben auch nur Menschen. Logisch haben wir überhaupt keine Lust, in der Früh aus dem Haus zu gehen, wenn es draußen Minusgrade hat und unsere Windschutzscheibe nur darauf wartet, vom Eis befreit zu werden. Logisch gehen uns Autofahrer auf die Nerven, die uns mit ihren Xenon Scheinwerfern so blenden, dass wir beinahe erblinden. Dass uns die Mimik der Passanten auf der Straße und der Kassiererin an der Billa Kassa dann noch verdächtig an Mordlust erinnert, macht das Ganze auch nicht besser.

Die Sache mit den Fotos

Für mich, beziehungsweise für den Blog, hat die Winterzeit noch einen weiteren Nachteil. Mein Zeitfenster für schöne Fotos ist ungefähr 5 Minuten lang. Zack und schon ist es finster! Ich komme wochentags um 17:30 Uhr nach Hause, Fotos machen kann ich vergessen, da es zu finster ist. Klar, man könnte Fotos natürlich auch vorproduzieren, dafür müsste man dann aber auch gute Ideen haben, haha. Die habe ich aber momentan leider eher selten.

Der Winter kann auch nichts dafür

Ich bin ein Mensch, der den Herbst liebt, der den Übergang von Herbst auf Winter aber hasst und deswegen leider oft – zum Glück nur kurz – in die besagte Winterdepression verfällt. Es verlangt aber zum Glück niemand, dass ich ständig mit einem fetten Grinsen durch die Gegend laufe. Trotzdem sollte man sich an der Nase nehmen und seine schlechte Laune nicht nur auf eine Jahreszeit schieben. Denn seien wir mal ehrlich, wann kann der Winter dafür, dass wir miese Laune haben?

Tipps gegen die Winterdepression
  • Tanke ausreichend Tageslicht
  • Bringe deinen Kreislauf in Schwung

….. ach, wozu weiterschreiben? Die Tipps gegen Winterdepression kennen wir alle schon und da wir diese wahrscheinlich sowieso nicht umsetzen werden, können wir genauso gut weiter in unserem eigenen Elend versinken. Aber wir sollten uns damit nicht gegenseitig auf die Nerven gehen. Niemanden stört es, wenn wir uns zuhause unter der Decke verstecken, Netflix unser bester Freund ist und wir dabei ein Sackerl Chips in uns reinhauen und uns selber bemitleiden. Sind wir aber draußen unterwegs, dann kann der ein oder andere Kaffee, viele Schichten Concealer und ein einfaches Lächeln Wunder bewirken und so manche Winterdepression auf der Stelle heilen. Nicht nur unsere, sondern auch die unserer Mitmenschen. Probier’s mal aus.

 


Worauf ich eigentlich hinaus will

Im Winter wird es vermutlich weniger Beiträge geben. Da der Blog ja nicht mein Hauptberuf, sondern nur ein Hobby ist, ist das Ganze auch nicht weiter schlimm. Ich bemühe mich natürlich und werde versuchen, meine Fotos am Wochenende bei Tageslicht zu knipsen. Momentan sprudeln die Ideen einfach nicht, ich bin kein Wasserhahn. Fehlende Inspiration ist zwar nervig, umso beruhigender ist es aber, zu wissen, dass diese einfallslose Durststrecke nicht ewig dauern wird und ich bald wieder zum Wasserhahn gelangen werde – hoffentlich. 😉

Und ob wir es glauben oder nicht, irgendwo ist immer Sommer.